eltern und kinder oder: die tante mit der pulle
geschrieben von donjermas | 27 Jun, 2008oh mann... ja mann und nicht man.
junge mütter mit ihrem ersten kind sind doch echt mal... ansträngend. achja... die tanten auch.
und dann muss man die kinder ja auch noch als halten: "nimm ihn doch mal! guck mal wie süß der ist! so schlimm ist's doch gar nicht!" naja. das er mein t-shirt vollkotzt mag ja für meine freundin auch nicht weiter schlimm sein. es ist ja auch mein t-shirt.
ok. mag sein, dass ich deshalb solch kleinen menschen mit einem gewissen suspekten abstand begegne, weil ich schlicht und ergreifend mit kindern in diesem alter nichts anzufangen weiß und sie mir eben suspekt sind.
und natürlich ihr mütter, tanten und omas da draußen in der welt, will ich früher oder später auch wenigstens mal ein kind haben. ich hab mich sogar schon dazu bereit erklärt, den vaterschaftsurlaub zu beantragen. ich will nämlich nicht der papa werden, der immer der papa ist, der arbeiten geht. ich will eine andere beziehung zu meinem kind haben. angeblich sollen da die ersten monate prägend sein. und deshalb würde ich den vaterschaftsurlaub beantragen. natürlich soll's damit auch nicht getan sein.
entgegen der erziehung meiner eltern will ich übrigens nicht viel anders machen. nicht so, wie viele junge eltern. antiautoritär? pfff! und dann wundern, warum einem das kind dann als pubertierendes monstrum und gestaltwerdung des persönlichen erziehungsalptraumes auf dem kopf rumtanzt? nicht mit mir! wenn ich mich zum clown machen möchte, hätt' ich im zirkus angeheuert.
da gucken die mama und die oma groß, denen plötzlich wieder bewusst wird, dass kinder nicht nur ständig sich selbst gefährden, indem sie sich alles greifbare in ihrer nähe in den mund stecken, sondern später im jugendlichen alter und leichtsinn auch richtigen mist bauen, wo man nicht einfach nur "pfui" sagt, sondern erst dann einschlafen kann, wenn der sohn total betrunken vor die haustür gekotzt hat, den weg in sein bett gefunden und dort laut angefangen hat zu schnarchen.
die erleichterung hält auch nur zum teil einzug, wenn der nachwuchs die 18 jahre erreicht hat. denn ist ja das eigene kind und als papa und mama ist man doch immer besorgt und sofort zur stelle! auch wenn das "kind" von der polizei nach hause gebracht wird, weil es vielleicht in eine schlägerei in der disco verwickelt war.
über leistungen in der schule will ich mal lieber nix schreiben. außer, dass ich da die einstellung vertrete, dem kind beizubringen, wie es lernt zu lernen und die eigenverantwortung für sein tun oder lassen zu übernehmen bezüglich der schule. und hilfe biete ich klar immer an! daran soll's garantiert nicht scheitern. ich helfe gerne bei mathe oder vokabeln pauken.
naja und so saugt der liebe felix auf die flimmerkiste starrend gierig auf die milch an seiner pulle und ist von all dem noch weit weg und ahnt von all dem nicht die bohne. aber er ist ja nicht mal mein neffe. noch nicht... :)
so long
euer doni
PS: ähm nee. ich bin noch nicht papa und meine freundin auch noch nicht mama. sooo eilig hab ich's damit auch wenn meine freundin meint, wir wären beide alt genug dafür. ja, alt genug wären wir. aber muss man deshalb auch für ein kind bereit sein? denn einfach zurückgeben kann man es ja nicht.